Wenig Text, viele Bilder











Manchmal passt ein Film einfach nicht zur Stimmung. Oder vielleicht doch – nur anders, als man es erwartet hat.
Für meinen Besuch in PortAventura hatte ich einen Farbfilm dabei, den ich bisher noch nie genutzt hatte: ein Vintage Tone Film mit gedämpften Farben, weichem Kontrast. Ich hatte Lust auf etwas Neues und in meiner Vorstellung hat das auch super funktioniert. In der Praxis halt dann doch völlig anders als erwartet. Für mich die Bestätigung, dass ich jetzt erstmal genug herum probiert habe und mich in Zukunft mehr auf die Filme konzentriere, die ich halbwegs einschätzen kann.
Dazu kommt, dass ich in Freizeitparks ja eh lieber mit der digitalen Kamera unterwegs bin und das auch in diesen Tagen hauptsächlich gewesen bin. Daher hält sich die Anzahl an Bildern auf Film auch eher in Grenzen.













Nun liegt unsere Spanienreise schon über eine Woche zurück. Inzwischen sind alle Filme in den Laboren von Valencia und Barcelona entwickelt und die Scans liegen vor mir. Beim ersten Durchsehen bin ich überrascht, wie viele Aufnahmen mich wirklich begeistern – und wie deutlich manche mir zeigen, wo ich noch dazulernen kann.
Was bleibt, ist das Gefühl, dass analoge Fotografie einfach anders funktioniert. Sie bringt Erinnerungen auf eine ganz eigene Weise zurück. Man schaut die Bilder bewusster an, nimmt sich mehr Zeit dafür. Ganz anders als bei den tausenden Aufnahmen vom Handy oder der digitalen Kamera, die oft irgendwo in der Cloud verschwinden. Auch wenn ich diese beiden Formen der Fotografie keineswegs missen möchte – analog bedeutet für mich Auseinandersetzung, Geduld und eine gewisse Tiefe.
Ein besonderer Ort dieser Reise war für mich das Ciutat de les Arts i les Ciències in Valencia – ein architektonisches Highlight, das wie gemacht ist für Schwarz-Weiß-Fotografie. Die Linien, das Licht, die Kontraste – all das hat mich dort sofort fasziniert.
Hier sind einige Bilder aus dieser beeindruckenden Location.










Diese Aufnahmen haben mir anfangs überhaupt nicht gefallen – also ließ ich sie erst einmal ein paar Wochen liegen. Dabei war ich eigentlich richtig gespannt auf die Ergebnisse, denn ich wollte den Harman Phoenix unbedingt ausprobieren.
Vielleicht hätte ich dem Film an manchen Stellen mehr Licht geben sollen. Vielleicht ist es aber auch gerade die Dunkelheit, die den Bildern etwas Besonderes verleiht – etwas, das ihnen sonst gefehlt hätte.
Jetzt gefallen sie mir jedenfalls gut genug, um sie zu zeigen. Zu sehen sind ein paar Szenen aus München, sowie Eindrücke von meinen Streifzügen mit Loki durch verlassene Dörfer, wo gebaggert, geschaufelt und vergessen wird.











Neulich war ich wieder in Köln unterwegs und habe am Skatepark „KAP686 Skateplaza“ vorbeigeschaut. Wenn die Sonne am Abend untergeht, steht sie direkt hinterm Park, was ich für meine Fotos immer super finde.
Als Fotograf fasziniert mich die Energie, die im Skateboarden steckt. Es ist dieser perfekte Moment, wenn ein Skater in der Luft ist, das Gleichgewicht hält und alles um ihn herum stillzustehen scheint. Aber eben auch das Unperfekte, wenn ein Trick mal nicht sauber gelingt und man wieder daran erinnert wird, dass es wohl doch nicht so leicht geht, wie es manchmal bei einem perfekten Trick aussieht. Ähnlich, wie bei der Fotografie.
Was ich an Skateboard-Fotografie liebe, ist die Geschichte, die jedes Bild erzählt. Der Skatepark, die Straße, die Stimmung des Moments – all das fließt in jedes Foto ein. Es geht nicht nur um die Bewegung, sondern auch um das Gefühl, das Skateboarden in einer Stadt oder im Park erzeugt.













Der Januar liegt nun schon ein paar Tage hinter uns, und doch möchte ich einige Bilder teilen, die im Laufe des Monats entstanden sind.
Nach vielen Jahren mit der digitalen Fotografie hatte ich den Wunsch, wieder zu den Wurzeln zurückzukehren – zur analogen Fotografie. Es war eine Art Neujahrsvorsatz für mich, den kontrollierten Perfektionismus der digitalen Welt hinter mir zu lassen und den Moment auf eine neue, unmittelbare Weise zu erleben.
Die analoge Fotografie bedeutet für mich nicht nur ein anderes Arbeiten, sondern auch eine andere Wahrnehmung: bewusster, entschleunigter, mit mehr Raum für das Unvorhersehbare. Und weil Texte nicht unbedingt meine Stärke sind, lasse ich die Bilder einfach für sich sprechen.








