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  • Oslo in Schwarzweiß @ Kodak Tri-X 400

    Oslo in Schwarzweiß @ Kodak Tri-X 400

    Fast alle Bilder hier sind am Opernhaus Oslo entstanden, weil mich zum einen die Architektur besonders begeistert hat, zum anderen aber zur Mittagszeit endlich die Sonne rauskam und für ein super schönes Licht gesorgt hat. Das Gebäude stammt vom norwegischen Büro Snøhetta und soll einem treibenden Eisberg ähneln. Von 2003 bis 2007 gebaut, 2008 eröffnet. Verkleidet ist es mit Carrara-Marmor und norwegischem Granit (so wie mein Westflügel). Daher kommt der helle, passend eisige Look.

    Das eigentlich Besondere: Man kann einfach aufs Dach laufen. Keine Absperrung, keine Treppe, die Schräge geht direkt vom Boden hoch. Ich war selbst etwas überrascht, wie schnell ich auf dem Dach angekommen bin. Für die Architektur und die Perspektiven beim Hochlaufen lohnt sich der Besuch auf jeden Fall. Auch stark ist der Ausblick von oben in Richtung Hafen und Meer.

    Fotografiert auf Kodak Tri-X

    Ein totaler Klassiker in der Schwarz-Weiß-Fotografie und nach wie vor einer meiner Lieblings-Filmstocks. Kodak Tri-X gibt es bereits seit 1940, in der 35-mm-Rolle seit 1954 und ist seitdem konstant beliebt in der Reportage- und Streetfotografie. Man braucht nur in Richtung Cartier-Bresson schauen. Sichtbares Korn, der kräftige Kontrast und die tiefen Schwarztöne. Für eine Stadt aus Marmor, Wolken und Wasser fällt mir kaum etwas Passenderes ein.

    Was gibt’s sonst noch zu erzählen?

    Zwischen Marmor und Glas war ich dann vor allem selbst im Moment. Die Fassade spiegelt die halbe Stadt, sodass man nie ganz sicher ist, was Gebäude ist und was Reflexion. Von oben wird aus Menschen ein Muster, unten am Wasser sitzen Leute auf den Steinen, und irgendwann stand eine Möwe so selbstverständlich auf der Kante, als hätte sie fürs Foto posiert (ich glaub sie wollte einfach nur nen Snack klauen, aber wir wollen ja nichts unterstellen).

    Mit der Leica M6

    Film: Kodak Tri-X 400

    Labor & Scan: Carmencita Film Lab, Valencia