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  • Valencia @ Fujifilm Neopan 100 Acros II

    Valencia @ Fujifilm Neopan 100 Acros II

    Nun liegt unsere Spanienreise schon über eine Woche zurück. Inzwischen sind alle Filme in den Laboren von Valencia und Barcelona entwickelt und die Scans liegen vor mir. Beim ersten Durchsehen bin ich überrascht, wie viele Aufnahmen mich wirklich begeistern. Besonders die Schwarz-weiß Aufnahmen mit dem Fujifilm Neopan 100 Acros II und Orangefilter.

    Was bleibt, ist das Gefühl, dass analoge Fotografie einfach anders funktioniert. Sie bringt Erinnerungen auf eine ganz eigene Weise zurück. Man schaut die Bilder bewusster an, nimmt sich mehr Zeit dafür. Ganz anders als bei den tausenden Aufnahmen vom Handy oder der digitalen Kamera, die oft irgendwo in der Cloud verschwinden. Auch wenn ich diese beiden Formen der Fotografie keineswegs missen möchte. Analog bedeutet für mich Auseinandersetzung, Geduld und eine gewisse Tiefe. Und ein Gefühl.

    Ein besonderer Ort dieser Reise war für mich das Ciutat de les Arts i les Ciències in Valencia, ein architektonisches Highlight, das wie gemacht ist für Schwarz-Weiß-Fotografie. Die Linien, das Licht, die Kontraste, all das hat mich dort sofort fasziniert.

    Ein paar Facts zum Ciutat de les Arts i les Ciències:

    • Ein futuristischer Kultur- und Architekturkomplex in Valencia, gebaut im trockengelegten Flussbett des Turia.
    • Entworfen vor allem von Santiago Calatrava (für Architekturinteressierte lohnt sich ein Blick auf jeden Fall!) und eröffnet ab 1998 in mehreren Etappen. Das Oceanogràfic wurde von Félix Candela entworfen.
    • Besteht aus mehreren Bauten: L’Hemisfèric (IMAX/Planetarium – wir haben leider einen komischen Film erwischt), dem interaktiven Wissenschaftsmuseum Príncipe Felipe (super cool!), dem Gartengang L’Umbracle, dem Opern-/Kulturpalast Palau de les Arts Reina Sofía und dem Oceanogràfic, dem größten Aquarium Europas.
    • Bekannt für die geschwungene, strahlend weiße Formensprache aus Beton, Stahl und Glas, gespiegelt in flachen Wasserbecken.
    • Gilt als Wahrzeichen des modernen Valencia.

    Film: Fujifilm Neopan 100 Acros II
    Labor & Scan: Carmencita (Valencia & Barcelona)

    Hier sind einige Bilder aus dieser beeindruckenden Location.

  • Harman Phoenix

    Harman Phoenix

    Diese Aufnahmen haben mir anfangs überhaupt nicht gefallen, also ließ ich sie erst einmal ein paar Wochen liegen. Dabei war ich eigentlich richtig gespannt auf die Ergebnisse, denn ich wollte den Harman Phoenix unbedingt ausprobieren.

    Vielleicht hätte ich dem Film an manchen Stellen mehr Licht geben sollen. Vielleicht ist es aber auch gerade die Dunkelheit, die den Bildern etwas Besonderes verleiht; etwas, das ihnen sonst gefehlt hätte.

    Jetzt gefallen sie mir jedenfalls gut genug, um sie zu zeigen. Zu sehen sind ein paar Szenen aus München, sowie Eindrücke von meinen Streifzügen mit Loki durch verlassene Dörfer, wo gebaggert, geschaufelt und vergessen wird.

  • KAP686 Skateplaza @ Ilford HP5+ & Cinestill

    KAP686 Skateplaza @ Ilford HP5+ & Cinestill

    Neulich war ich wieder in Köln unterwegs und habe am Skatepark „KAP686 Skateplaza“ vorbeigeschaut. Wenn die Sonne am Abend untergeht, steht sie direkt hinterm Park, was ich für meine Fotos immer super finde.

    Als fotografierender Zuschauer fasziniert mich die Energie, die im Skateboarden steckt. Es ist dieser perfekte Moment, wenn ein Skater in der Luft ist, das Gleichgewicht hält und alles um ihn herum stillzustehen scheint. Aber eben auch das Unperfekte, wenn ein Trick mal nicht sauber gelingt und man wieder daran erinnert wird, dass es wohl doch nicht so leicht geht, wie es manchmal bei einem perfekten Trick aussieht. Für mich bleibt es dann wohl weiterhin bei Tony Hawks Pro Skater 2.

    Was ich an Skateboard-Fotografie liebe, ist die Geschichte, die jedes Bild erzählt. Der Skatepark, die Straße, die Stimmung des Moments, all das fließt in jedes Foto ein. Es geht nicht nur um die Bewegung, sondern auch um das Gefühl, das Skateboarden in einer Stadt oder im Park erzeugt.

    Verwendeter Filmstock: Ilford HP5+ (Monochrom) und Cinestill 400D (Farbe),
    Kamera: Nikon F3

  • Washi F @ Ehrenfeld & Phantasialand

    Washi F @ Ehrenfeld & Phantasialand

    Film Washi ist keine klassische Filmfabrik, sondern (soweit ich weiß) die kleinste Filmfirma der Welt. Im Jahr 2013 von Lomig Perrotin in einem Schrank seiner Pariser Wohnung gegründet und bis heute ein Ein-Mann-Betrieb. Bei Washi werden Industrie- und Spezialfilme, die ursprünglich für ganz andere Zwecke gedacht waren, in gängige Formate umkonfektioniert.

    Das gilt auch für den hier verwendeten Washi F. Er ist ein fluorografischer medizinischer Röntgenfilm, der vor allem in osteuropäischen Ländern zur Reihenuntersuchung von Lungenkrankheiten eingesetzt wurde. Der Film kam als Rollenware zum Einsatz, weil er für die Massendiagnose gedacht war.

    Für mich besonders spannend: Er ist ohne Anti-Halation-Schicht beschichtet, was einen ausgeprägten Diffusions- bzw. Halationseffekt und ein schönes, kräftiges Korn ergibt.

    Weitere Facts zum Film Washi F:

    • Orthochromatischer Film (für Rot unempfindlich)
    • ISO 100
    • neigt zu „Light Piping“ (sollte im Halbdunkel geladen und lichtdicht gelagert werden.)

    Weitere Infos findet ihr auf der Webseite des Herstellers: Film Washi

    Was mich am meisten überrascht hat: Die Ergebnisse in der Freizeitpark-Fotografie. Ein in diesem Bereich völlig neuer Look, der mich im Nachhinein super beeindruckt hat.

    Als ich mir nochmal eine Rolle von diese Film bestellen wollte, war er leider vergriffen.

  • Analoge Fotografie & Gedanken zum Januar 2025

    Analoge Fotografie & Gedanken zum Januar 2025

    Der Januar liegt nun schon ein paar Tage hinter uns, und doch möchte ich einige Bilder teilen, die im Laufe des Monats entstanden sind.

    Nach vielen Jahren mit der digitalen Fotografie hatte ich den Wunsch, wieder zu den Wurzeln zurückzukehren: zur analogen Fotografie. Es war eine Art Neujahrsvorsatz für mich, Fotografie wieder mehr zu erleben, bewusster zu fotografieren und mich auch irgendwo in Gelduld zu üben.

    Die analoge Fotografie bedeutet für mich nicht nur ein anderes Arbeiten, sondern auch eine andere Wahrnehmung: bewusster, entschleunigter, mit mehr Raum für das Unvorhersehbare. Und weil Texte nicht unbedingt meine Stärke sind, lasse ich die Bilder einfach für sich sprechen.